Grundsätzliches zum Erlernen des Rudersports

Anfängerausbildung

 

Rudern kann im Grunde jeder ab 10 Jahren erlernen. Damit dies so leicht gelingt, wie es klingt, stehen im BRV Ausbilder zur Verfügung. Eine gute Ausbildung sehen wir als Voraussetzung um sich den Rudersport als lebenslangen Sport zu erschließen.

 

Jungen und Mädchen ab 10 Jahren sowie Männer und Frauen jeglichen Alters können im Bernkasteler Ruderverein rudern lernen! Man sollte jedoch eine sportliche Konstitution haben - vielleicht als Sportart Laufen oder Radfahren aktiv betreiben.

 

Die Ausbildung findet am Steg und in kleinen Gruppen statt, so dass sowohl individuelle Betreuung als auch das Gruppenerlebnis nicht zu kurz kommen! Anfänger rudern zunächst im „breiten“ Gig-Doppelzweier oder -Doppelvierer und im Trimmi, einem breiten Einer mit Betreuung vom Steg.

 

Grundvoraussetzung ist für Kinder das Schwimmabzeichen Bronze (der Freischwimmer) oder ein allgemein gutes Schwimmvermögen.

Rettungswesten sind nur im Winter für unsere Leistungsruderer Pflicht - werden im Sommer (d.h. bis zu einer Wassertemperatur der Mosel von mehr als 10 Grad Celsius) nicht benötigt und nicht verwendet.

 

Normalerweise wird mit jugendlichen Ruderneulingen die Ausbildung im April und Mai begonnen, damit bereits in der ersten Saison ein guter Erfolg erzielt werden kann. In der Winterpause von ca. November bis März wird von Anfängern nicht gerudert! Stattdessen stehen dann die Übungsgeräte im Bootshaus zur Verfügung und wer möchte, kommt zum Vereinsschwimmen im Hallenbad oder zum Wintertraining in der Halle.

 

Ansprechpartner für Ruderanfänger sind die Ruderwarte sowie die Jugendausbilder.

 

--------------

Für erwachsene Anfänger bieten wir einen oder zwei Ruderkurse im Jahr in Kooperation mit der Volkshochschule Bernkastel-Kues VHS an.

Sie erlernen in einem Zeitraum von 2 Wochenenden + 2 Terminen in der Woche das Rudern und können anschließend entscheiden, ob Sie in den Bernkasteler RV eintreten möchten - oder nicht.

 

Bitte informieren Sie sich über den Menuepunkt "Ruderkurse"


Die richtige Ruderkleidung

Die Leistungsruderer des Bernkasteler RV besitzen natürlich spezielle Ruderkleidug in den Vereinsfarben gelb und schwarz. Interessierte können über den Vorstand gerne eine solche Ausrüstung bestellen.

 

Für Anfänger und Jugendliche ist dies jedoch am Anfang nicht notwendig.

 

Gerudert werden kann mit:

 

T-Shirt; eng anliegender Sporthose (eventl. lange oder kurze Laufhose), Turnschuhen ohne dicke Sohle, sehr gut geeignet sind auch Leinenschuhe (Bootsschuhe).

Bei kälterer Witterung ist ein etwas dickeres langarmiges Sportshirt (Vliesshirt) sinnvoll. Außerdem sollte jeder Ruderer/in ein Regencape zusammengefaltet mitnehmen.

 

Insgesamt kann mit der inzwischen in jedem Discounter erhältlichen Ausrüstung für Läufer (mit Ausnahme von Laufschuhen) sehr gut gerudert werden. Die Oberkleidung sollte hell sein (weiss, gelb, rot …)

 

Was geht nicht?

Jeans funktionieren nicht! Dicke Jacken oder Pullover behindern sehr! Dicke Sohlen von Laufschuhen passen nicht in die Stemmbretter. Hochhackige Schuhe auch nicht …

 

Thema Schwimmwesten:

Ruderer – auch Anfänger – brauchen i.d.R. keine Schwimmwesten, da diese den Bewegungsablauf behindern. Gig- und Anfängerboote kentern normalerweise nicht!

 

Ausnahmen für das Tragen von Schwimmwesten:

Die Leistungsruderer benötigen für Rennboote im Winter Automatik-Rettungswesten! In den letzten Jahren wurden diese über den Vorstand als privates Eigentum der Ruderer angeschafft.

Der Vorstand hat eindeutig die Rettungswestenpflicht für die Monate November (Dezember) bis März festgelegt!

 

Begleitende Kinder unter 10 Jahren, die im Boot als Gäste mitfahren sollten Schwimmweste tragen. Im Bootshaus sind entsprechende Westen vorhanden.

 


Das "Arbeitsgerät" - Begriffsbestimmungen

Immer wieder werden die Begrifflichkeiten des Rudersports mit dem des Kanusports verwechselt, daher hier eine kleine Bestimmung:

 

Im Rudersport wird "gerudert" und nicht "gepaddelt".

Dementsprechend gibt es im Rudersport keine "Paddel" - die Sportgeräte zum Fortbewegen des Bootes heissen "Ruder". Hat man ein Ruder in der Hand, handelt es sich um einen "Riemen" - bekannt von klassischen Achterrennen. Mit Riemen werden auch Zweier, Vierer und Barken gerudert. Dabei spielt keine Rolle, ob es sich um Rennboote oder Gig-Boote (breitere Breitensportboote) handelt.

Hat der Sportler in jeder Hand ein Ruder, also insgesamt zwei, heissen diese Sportgeräte "Skulls" und die Bootsbezeichnung ändert erhälte den Zusatz "Doppel". Beispiele:

 

"Riemen-Vierer" = Vierer

"Skull-Vierer" = Doppelvierer

 

"Riemen-Zweier" = Zweier

"Skull-Zweier" = Doppelzweier

 

Wenn nun das Boot einen eigenen Platz zur einen Steuermann aufweist, wird die Bezeichnung entsprechend um ein "mit" ergänzt; in der Abkürzungsvariante kommt ein "+" hinzu; bei Kurzbezeichnungen wird für Boote ohne einen Steuermann ein "-" angefügt oder man sagt auch "ohne". Auch hier wieder ein paar Beispiele:

 

"Riemen-Vierer mit Steuersitz" = Vierer mit oder kurz: 4+ = Vierer mit

"breiter Breitensportvierer (Riemen) mit Steuersitz" = Gig-Vierer mit oder "Gig 4+"

Rennboot-Vierer mit Riemen ohne Steuermann:    4- oder Vierer ohne

 

und nun die Variante beim Rudern mit Skulls:

 

Skull-Vierer mit Steuermann:    4x+ = Doppelvierer mit

Skull-Breitensport-Zweier ohne Steuermann:   Gig-2x = Gig-Doppelzweier ohne

 

Etwas verwirrend, die Begriffe im Rudersport.